Nach Leugnung nun Verzögerung

Die Existenz des menschengemachten Klimawandels lässt sich aufgrund valider theoretischer Modelle und umfassender empirischer Daten kaum noch leugnen. Anstelle seiner Leugnung tritt daher mehr und mehr die Taktik der Verzögerung von notwendigen Maßnahmen, was eine Minimierung des eigenen Aufwands und ein Abwälzen auf andere beinhaltet.

In ihrem Artikel „Discourses of Climate Delay“ (Lamb WF et al., 2020: Discourses of climate delay. Global Sustainability 3, e17, 1–5) teilen Lamb und Kollegen die Narrative der Klimawandelverzögerung in vier Klassen ein:

  1. Verschieben der Verantwortlichkeit: es sind, je nachdem, die Kunden, die Chinesen, die Großkonzerne, die Amerikaner, die Boomer, oder wer auch immer, der Schuld ist am Klimawandel, und die sollen sich gefälligst auch darum kümmern…
  2. Konzentration auf Lösungen ohne fundamentale Veränderungen: Freiwilligkeit ist Trumpf — Regeln sind böse; Kernfusion wird uns retten…
  3. Fokus auf Nachteile von Klimaschutz-Maßnahmen: Maßnahmen gingen notwendiger Weise immer auf Kosten sozial Schwacher oder noch nicht weit entwickelter Länder…
  4. Verneinen von Einflussmöglichkeiten: Menschen verändern sich nicht, daher kann es keine Lösung geben; es ist eh‘ zu spät…

Nachfolgende Abbildung (S. 2) aus ihrem Aufsatz fasst die Diskussion gut und mit den Original-Begriffen im Englischen zusammen.

Klimawandelverzögerung

Systemrelevanz des Journalismus und seine fünf Defizite

In einem Gastbeitrag diskutieren Klaus Meier und Vinzenz Wyss u.a. die Systemrelevanz des Journalismus. Implizit wird dabei auch das Argument aufgegriffen, dass hier schon verwendet wurde: journalistische Beiträge sind eben nicht nur pure Reflektion einer Wirklichkeit, sondern beinflussen diese auch.

Darüber hinaus listen sie in fünf Punkten Defizite auf, die sich in der aktuellen Berichterstattung zur Corona-Pandemie erkennen ließen:

  1. Mangelhafter Umgang mit Zahlen: Zahlengläubigkeit, falsche Interpretation
  2. Konzentration auf Einzelfälle statt Strukturen
  3. Intransparenz bezüglich der Informationsgrundlage von Meldungen
  4. Thematisch und meinungsmäßig verengte Berichterstattung
  5. Erschaffung von (in diesem Fall) Virologen als Medienstars

Kurz gefasst: Journalisten bräuchten eigentlich eine Ausbildung in Wissenschaftstheorie und -methodik.

„Persönliche“ Systemgrenze und Impfverhalten

In der lokalen Tageszeitung (SüdhessenMorgen, 08.01.2021) wurden Personen danach befragt, ob sie sich impfen lassen wollen oder nicht. Wenn man alle moralischen Erwägungen außen vor lässt, erscheint es mir so, dass diejenigen, die sich impfen lassen wollen, eine weitere persönliche Systemgrenze ziehen, als die, die sich eher nicht oder erst später impfen lassen wollen.

Zwei Aussagen zur Impfbereitschaft
3 Aussagen zur Impfbereitschaft

Die Antwortenden 1, 2 und 4 geben als Gründe dafür an, sich (vorerst) nicht impfen zu lassen, da sie für sich Impfreaktionen oder Nebenwirkungen erwarten bzw. vermeiden wollen. Das für sie relevante System sind also sie selbst. Die Antwortenden 3 und 5 beziehen sich in ihren Gründen, weswegen sie sich impfen lassen wollen, auf den Schutz auch anderer Menschen. Sie wählen also eine weitere Systemgrenze für ihre Entscheidung. Je nach gewählter Systemgrenze sind beide darauf resultierenden Entscheidungen rational.

Hier könnte ein Ansatz liegen, um persönliche Entscheidungen aus systemischer Sicht zu verstehen, ohne vorschnell moralische Urteile fällen zu müssen.

NB: Es ist mir klar, dass die Fallzahl sehr klein ist (n=5) und die Aussagen eventuell von der Zeitung auch noch redigiert wurden.

Rückkopplung zwischen Aufmerksamkeit und Mobilisierung

In seinem Buch „Zumutungen“ (Kursbuch Edition, 2020) beschreibt Peter Strohschneider eine einfache, selbstverstärkende Rückkopplungsschleife (S. 74): je größer die mediale Aufmerksamkeit für einen Politiker, desto stärker die Mobilisierung seiner Anhänger, woraus wieder mehr mediale Aufmerksamkeit folgt. Strohschneider zitiert auch Philip Manow (2020), der von „Polarisierung […] als Geschäftsmodell“ (S. 100) gesprochen hat, wohl auch, weil dieser Feedback für sich gesehen, zu immer stärkerem Wachstum der beiden Phänomene führt. Dieses Wachstum geht wohl mit stärkerer Extreme und Polarisierung einher. Hier das sehr einfache Kausalitätendiagramm:

Rückkopplung zwischen Aufmerksamkeit und Mobilisierung

Schwierigkeiten beim Einschätzen dynamischer Entwicklungen

Dass dynamische Phänomene schwierig zu verstehen und einzuschätzen sind, hat die psychologische, soziologische und systemdynamische Forschung vielfältig gezeigt. Insbesondere über die Fehlerhaftigkeit mit der wir exponentielle Prozesse interpretieren, wurde auch im Rahmen der Covid-Krise bereits vielfältig diskutiert.

Trotz Beratung ist auch die Politik davor nicht gefeit. In der Talkshow von Markus Lanz am 07.01.2021 hat der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow das in bemerkenswerter Offenheit geschildert. Hier ein Transkript einiger seiner Aussagen:

„Ich habe mich von Hoffnungen leiten lassen, die sich jetzt als bitterer Fehler zeigen. […] Die Zahlen, Daten und Fakten hatten wir alle vorliegen. Es ist ein menschlicher Versuch, dass man den leichteren Weg glaubt gehen zu können. […] Wir stehen in einer Situation, die wir uns im Sommer nicht haben vorstellen wollen — können, ja, aber wollen, nein. […] Die wissenschaftliche Beratung hat uns die Entwicklungsgraphen gezeigt. […] Ich werde von der Dynamik überrascht. Weil diese Dynamik war nach den Erfahrungswerten, die wir hatten, nicht für uns abbildbar. […]“

Markus Lanz, Bodo Ramelow, 7.1.2021

Verteilung höherer Heizkosten — das größere System im Blick behalten

Wie sollen höhere Kosten für Verschmutzungsrechte aus Heizungen verteilt werden? Sollen nur die Mieter, nur die Vermieter oder gar beide anteilig die durch die CO2-Bepreisung auf fossile Brennstoffe erhöhten Kosten für Heizung und Warmwasser in Wohnungen übernehmen? Darüber ist ein politischer Streit entbrannt, der durch einen Blick auf das „größere“ System entschärft werden könnte.

Seit 1.1.2021 müssen auch für CO2-Emissionen aus Kraft- und Heizstoffen Verschmutzungszertifikate erworben werden, die momentan mindestens mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 gehandelt werden. Von Vermieterseite wird argumentiert, sie hätten ja keinen Einfluss auf den Verbrauch von Mietern; daher sollten nur diese die erhöhten Kosten übernehmen. Die Mieterseite macht hingegen geltend, dass nur die Vermieter die Heizungsanlage wählten und damit den Verbrauch maßgeblich beeinflussten. Beide Argumentationsweisen rekurrieren (eventuell unbewusst) auf die Prinzipal-Agenten-Theorie.

Als Prinzial agiert hier der Staat/die Gesellschaft, die einen möglichst geringen Verbrauch fossiler Brennstoffe erreichen will. Aus Sicht der Vermieter sind nur die Mieter die Agenten, deren Handeln mit dem Ziel des Prinzipals in Einklang gebracht werden muss: müssen Mieter höhere Heizkosten voll tragen, erhöhe dies ihre Motivation zum Energiesparen. Vermieter sind in dieser Sichtweise nicht Teil des Systems. Umgekehrt die Mietersicht. Hier sind die Vermieter die Agenten, deren Handeln das Ziel des Prinzipals unterstützen soll: müssen diese die höheren Heizkosten übernehmen, steige deren Motivation durch Investitionen in energieeffizientere Heizungsanlagen diese Kosten zu senken. Dabei sind die Mieter nicht Teil des Systems.

Wir haben es also wieder einmal mit einer Problematik zu tun, die auf die Wahl der Systemgrenze zurückgeführt werden kann. Zieht man diese Grenze weiter, in etwa so wie im nachfolgenden Kausalitätendiagramm dargestellt, ergibt sich ein klareres Bild:

Kausalitätendiagramm Verteilung Heizungskosten

Folgt man nur einer Argumentationslinie, würde der jeweils rotgefärbte Link in der Abbildung nicht-existent und die aus der Rückkopplung entstehenden Dynamiken irrelevant. Aus dieser systemischen Sicht wird dann auch klar, dass die Zielerreichung (in dem Fall: Senkung des Verbrauchs) wahrscheinlicher und einfacher wird, wenn beide Wirkungsmechanismen in Gang gesetzt werden — auch wenn sich die Effekte natürlich nicht notwendiger Weise einfach aufaddieren lassen. Der Vorschlag, beide Anspruchsgruppen (Vermieter und Mieter) gleichermaßen zu beteiligen, erscheint aus Perspektive des Systemdenkens, insbesondere bei Berücksichtigung nicht nur eines ausgewählten Teilsystems, also durchaus sinnvoll.

„Folgt der Wissenschaft!“ — ist das eine sinnvolle Aussage?

Das Statement von Dieter Nuhr auf der Seite der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) — bzw. insbesondere seine temporäre Entfernung — hat eine intensive Diskussion ausgelöst, was Wissenschaft kann. Ich befürworte, dass sein Statement wieder online steht, bin aber der Meinung, dass seine Argumentation nicht richtig ist. Er sagt, der von der Fridays-For-Future-Bewegung gebrauchte Slogan „Folgt der Wissenschaft!“ im Zusammenhang mit der Klimakrise sei nicht sinnvoll, da sich die Wissenschaft bzw. deren Erkenntnisse ja ständig weiterentwickeln, eine Ausrichtung an ihr daher wenig zielführend oder sinnvoll sei.

Seine Argumentation (in dem zugegebenermaßen sehr kurzen Testimonial) greift aus drei Gründen zu kurz:

  1. Warum sollte man nicht eine sich verändernde Basis als Ausgangspunkt für vernünftiges Entscheiden und Handeln heranziehen, wenn diese die beste Grundlage darstellt, die wir haben? Darauf zu warten, dass keine Veränderung der Wissensbasis mehr stattfindet, ist einerseits unrealistisch (da, wie Nuhr ja auch sagt, eine solche ständige Veränderung definitorisch für Wissenschaft ist) und andererseits gefährlich (da dann ggf. Folgen eingetreten sind, die nicht mehr korrigiert werden können).
  2. Obwohl wissenschaftliche Erkenntnis sich verändert, gibt es doch einen sehr starken Konsens, was die Grundzüge der Klimakrise angeht (im Wesentlichen: menschengemacht durch Ausstoß von Treibhausgasen). Weitere Erkenntnisse sind momentan diesbezüglich nur in Detailfragen zu erwarten, bspw. der konkreten Auswirkungen des Klimawandels in einer bestimmten Region. Und obwohl natürlich ganz prinzipiell die Mehrheit hier falsch liegen kann und die ganz wenigen Forscher mit abweichender Ansicht recht haben könnten: was ist wahrscheinlicher? Stellt wiederum der breite Konsens nicht den besten Ausgangspunkt für vernünftiges Entscheiden und Handeln dar? Und ist die Sympathie für „Außenseiter“ in dem Fall nicht einfach nur die Hoffnung darauf, eben nichts am eigenen Lebensstil ändern zu müssen?
  3. „Folgt der Wissenschaft!“ ist natürlich ein Slogan und bei seinem Einsatz auf bspw. Demonstrationen eben gerade keine wissenschaftsphilosophische Abhandlung, folglich notwendigerweise verkürzt. Aber um eine solche Verkürzung (und eben keine theoretisch vollständige Diskussion der entsprechenden Sachverhalte) handelt es sich ja auch beim Statement von Nuhr.

Zusammenfassende Antwort zur Frage im Titel der Seite: ja! Mehr dazu bei Scientists4Future.

Scientists for Future

Untergewichtung der Lieferkette im Gesundheitsministerium(?)

Nach einer Meldung in Spiegel.Online vom 09. August 2020 klagen mehrere Lieferanten von Schutzmasken gegen das Bundes-Gesundheitsministerium, da dieses Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur zögerlich nachkomme. Im letzten Abschnitt des Artikels wird gemutmaßt, warum dies so sei: da zwischenzeitlich viel zu viele Masken bestellt worden seien und dieser Fehler auf die Lieferanten abgewälzt werden solle (siehe auch eine frühere Meldung).

Falls dies so ist, ist das ein gutes Beispiel für ein Phänomen, das man Untergewichtung der Lieferkette nennt (englisch: underweighting of supply chain). Basierend auf dem Beer Distribution Game wurde eine solches Entscheidungsverhalten bei der Bestellung von (fiktiven) Bierkästen von Sterman bereits 1989 beschrieben: die Entscheider berücksichtigen bei ihrer aktuellen Bestellung nicht, was sie bereits in Perioden zuvor bestellt haben, was aber — aufgrund von Lieferverzögerungen — noch nicht eingetroffen ist; aber irgendwann treffen alle Bestellungen dann doch ein… das hat natürlich zur Folge, dass die Lagerbestände in die Höhe schießen (und das Bestellverhalten häufig ins Gegenteil schlägt, nämlich das zu lange nichts oder zu wenig bestellt wird). Die Untergewichtung der Lieferkette ist eine Ursache für den sogenannten Bullwhip- oder Peitscheneffekt in Supply Chains.

Wie bei der Studie von Sterman fragt man sich aber auch jetzt, was wiederum Treiber für diese Untergewichtung sind. Einerseits handelt es sich tatsächlich um eine kognitive Fehlentscheidung, die allerdings so offensichtlich ist, dass sie wohl nur unter bestimmten Voraussetzungen eintritt. Mit anderen Worten, die Spieler des Beer Distribution Game als auch die Besteller im Ministerium sind ja nicht einfach zu doof: sie wissen eigentlich schon, dass sie in der Vergangenheit bereits Bestellungen getätigt haben und ein Stift mit einem Blatt Papier reicht aus, um über die genauen Mengen Buch zu führen.

Es müssen also wohl noch kontextuelle und organisationale Rahmenbedingungen erfüllt sein, damit die Untergewichtung der Lieferkette stattfindet und dann in einen Bullwhip-Effekt mündet:

  • Zeitdruck beim Entscheiden
  • keine Abstimmung zwischen Abteilungen
  • politischer Druck, irgendetwas tun zu müssen
  • kein konsolidiertes Informationssystem
  • Risikoaversion: wer wird schon dafür kritisiert, energisch gehandelt zu haben

Interpretation von Prozentangaben

Die vielbeachtete Studie von Streeck et al. (2020) ergibt eine Sterblichkeitsrate von 0,38% für COVID-19 auf Grundlage der Daten aus Heinsberg. Dieser niedrig erscheinende Wert wird nun vielerorts so interpretiert, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens hinfällig, da übertrieben seien. Natürlich kann über die Notwendigkeit einzelner Maßnahmen diskutiert werden (auch wenn mir diese im Großen und Ganzen aufgrund des allgemeinen Vorsichtsprinzip grundsätzlich als sehr sinnvoll erscheinen). Die Interpretation der Sterblichkeitsrate verlangt aber m.E. dringend eine vorsichtigere Herangehensweise:

  1. Die Sterblichkeitsrate von 0,38% erscheint gering; in absoluten Zahlen ergäben sich aber beispielsweise mehr als 300.000 Tote für Deutschland. Insbesondere wenn diese in kurzer Zeit sterben würden, ist das eine durchaus merkliche Zahl von Opfern.
  2. Die ursprünglichen Annahmen bzgl. der Sterblichkeitsrate lagen — basierend auf den Daten aus China und Italien — bei 2-3% . Dass diese nun geringer auszufallen scheint, kann im Nachhinein den Entscheidern nicht als Fehler vorgeworfen werden; das wäre unlogisch und/oder unethisch.
  3. Die eben genannten Sterblichkeitsraten in China und Italien basierten teilweise auf einem Zusammenbruch der intensivmedizinischen Versorgung, die durch die Maßnahmen in Deutschland ja verhindert werden sollte und bis heute auch verhindert wurde; die relativ geringe Todesrate ist also wohl ein Erfolg der Maßnahmen und der medizinischen Betreuung, siehe Präventions-Paradox.
  4. Die Berechnung des Werts 0,38% basiert auf einer relativ kleinen Zahl Gestorbener (nämlich 7). Nur drei Tote mehr oder weniger (bei falschen oder fehlenden Daten) ändert diesen schon relativ stark auf 0,51% bzw. 0,20%.

Vier Zitate

Ohne weitere Erläuterung…

„Die Dinosaurier überlebten 250 Millionen Jahre; wie stellen Sie sich ein Wirtschaftswachstum über 250 Millionen Jahre vor? (Stichworte genügen)“
— Max Frisch: Fragebogen (2019, Erstveröffentlichung 1987), Suhrkamp, S. 110

„Auch liebten wir, Gebilde zu erzeugen, die wir Modelle nannten — wir schrieben in leichten Metren drei, vier Sätze auf Zettelchen. In ihnen galt es, einen Splitter vom Mosaik der Welt zu erfassen, so wie man Steine in Metalle fasst. […] Auf diese Weise beschrieben wir die Dinge und die Verwandlungen, vom Sandkorn bis zur Marmorklippe und von der flüchtigen Sekunde bis zur Jahreszeit.“
— Ernst Jünger: Auf den Marmorklippen (2018, Erstveröffentlichung 1939), Ullstein, S. 24

„Die Menschheit kann nur kosmopolitisch überleben. Je ausgelaugter der Planet wird, desto stärker werden die Kräfte der Abgrenzung und Ausgrenzung den exterminatorischen Kampf um die verbliebenen Ressourcen anheizen. Alle zentralen Probleme können nur weltgemeinschaftlich gelöst werden. Der Nationalist des 21. Jahrhunderts ist ein Apokalyptiker.“
— Ilija Trojanov: Nach der Flucht (2017), S. Fischer, S. 110

„Wir leben in einer Gesellschaft, in der Wissen gelehrt und Unwissen praktiziert wird, ja, in der Tag für Tag gelernt wird, wie man systematisch ignorieren kann, was man weiß.“
— Harald Welzer: Alles könnte anders sein (2019), S. Fischer, S. 24